FG Dekon: Auslaufende Schwefelsäure | Lohweg



tl_files/Allgemein/icons/uhr.png Einsatzdaten

Alarmzeit:

13.01.2019 um 19:22 Uhr

Einsatzort:

Lohweg

Ortszusatz:

Industriebtrieb

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LF 16/12

DekonP

MTW

"abc1  - Unbekannte Flüssigkeit läuft aus LKW; Nachforderung"

 

Mit der Fachgruppe Spüren und Messen sowie mit der Fachgruppe Dekon wurden wir am Abend des 13.01.2019 zu einem Großeinsatz in den Stadtteil Misburg-Süd alarmiert. Vor Ort liefen größere Mengen hochkonzentrierter Schwefelsäure aus einem LKW. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Pressebericht der Berufsfeuerwehr Hannover.

Mit der Fachgruppe Dekon übernahmen wir die Dekontamination der Einsatzkräfte. Mit der Fachgruppe Messen und Spüren führten wir umfangreiche Messungen der Umgebungsluft im Stadtgebiet durch. Ferner kontrollierten wir während des Einsatzes fortlaufend die Gewässerqualität im Mittellandkanal. Eine Gefährdung bestand zu keiner Zeit! Ferner stellten wir mit unserer Fachgruppe mehrere Trupps mit CSA (Chemikalienschutzanzügen), die im unmittelbaren Gefahrenbereich am LKW tätig wurden. Gegen 04:00 Uhr war die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt.

 

Im Einsatz:


Löschzug FRW5, Löschzug FRW2, Löschzug FRW3, Gefahrgutzug (GW-Mess, AB-Atemschutz, AB-Dekon, AB-Gefahrgut) C-Dienst 4, B-Dienst ABC, A-Dienst, ELW3+GW-FN, Fachgruppe Dekon ( FF Davenstedt, FF Limmer, FF Linden), Fachgruppe Spüren und Messen (FF Badenstedt, FF Buchholz, FF Linden, FF Wettbergen), Fachgruppe FüKom (FF Bemerode, FF Vinnhorst), Fachgruppe Verpflegung (FF Kirchrode, FF Wülfel), FF Misburg, RTW und NEF, Pressesprecher BF Hannover, RTW und NEF, weitere Führungsdienste. Zur Besetzung der "leeren" Feuer- und Rettungswachen wurden mehrere FF alarmiert.

 

 

 

 

 

Gefahrguteinsatz in Hannover-Misburg Feuerwehr Hannover mit Großaufgebot vor Ort

 

13.01.2019 - Am Sonntagnachmittag gegen 16:00 Uhr bemerkte der Schichtleiter auf einem Betriebsgelände im Lohweg, dass aus einem abgestellten Tanklastzug eine Flüssigkeit auslief und alarmierte die Feuerwehr.

 

 

Aus einem abgestellten Tanklastzug läuft Schwefelsäure.  

© C. Wiethe

Aus einem abgestellten Tanklastzug läuft Schwefelsäure.

 

 

Die Einsatzkräfte konnten anhand der UN-Nummer, auch Stoffnummer genannt, herausfinden, dass es sich um hochkonzentrierte Schwefelsäure handelt. Die Säure wurde anfangs in Auffangwannen gesammelt und anschließend in Behälter umgepumpt. Hierbei mussten die Einsatzkräfte in entsprechenden Chemikalienschutzanzügen vorgehen. Parallel hierzu wurden ständig im unmittelbaren Umfeld Messungen durchgeführt, die allesamt negativ verlaufen sind. Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für Menschen außerhalb des Betriebsgeländes. Um die 25 Tonnen Schwefelsäure aus dem leckgeschlagenen Tanklastzug umzupumpen, hat ein Spediteur einen Tanklastzug zur Verfügung gestellt. Durch diese Maßnahme kann die Feuerwehr mit entsprechenden Pumpen die Säure schnellstmöglich umpumpen.


Die Einsatzmaßnahmen laufen derzeit noch und werden vermutlich noch bis in die Nacht andauern. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit 140 Einsatzkräften vor Ort. Zur Ursache und zur Schadenhöhe können keine Angaben gemacht werden.

 

 

 


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